10 Tipps für das perfekte Schaufenster

 
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Für den ersten Eindruck bekommt man selten eine zweite Chance. Das gilt insbesondere auch für Schaufenster. Das allererste Schaufenster gab es – wie sollte es anders sein – im schönen Paris. Ungefähr seit dem Jahr 1780 gehören Schaufensterdekorationen zu den wichtigsten Werbemitteln und Instrumenten der Verkaufsförderung.

Die Gestaltung des Schaufensters ist maßgeblich das erste, das einem vorbeilaufenden Passanten ins Auge springt. Daher sollte sie die Bereitschaft zum Betreten des Ladens oder sogar eine Kaufentscheidung auslösen. Ihre Schaufensterdekoration sollte daher so ausgerichtet sein, dass sie folgende Aufgaben erfüllt:

In einer Untersuchung zur Analyse der Wirkungsweise von Schaufenstern klassifizierte man zwei Wirkungsebenen: die kognitive und die emotionale. Produkte, Preisgestaltung und Informationsgehalt unterstützen die Kaufentscheidung und wirken deshalb kognitiv. Beleuchtung, Farbgestaltung und Dekoration haben emotionale Effekte, welche dominieren.

 

  • erregt Aufmerksamkeit
  • löst Emotionen aus
  • weckt Neugier und Interesse
  • erzählt eine Geschichte
  • überbringt eine Botschaft
  • vermittelt Informationen

In einer Untersuchung zur Analyse der Wirkungsweise von Schaufenstern klassifizierte man zwei Wirkungsebenen: die kognitive und die emotionale. Produkte, Preisgestaltung und Informationsgehalt unterstützen die Kaufentscheidung und wirken deshalb kognitiv. Beleuchtung, Farbgestaltung und Dekoration haben emotionale Effekte, welche dominieren.

1. Nicht nur Deko, sondern Inszenierung

Über das Schaufenster stellen Sie Ihr ganzes Geschäft dar: Ihr Design, Ihr Sortiment, Ihre Qualität, Ihre Preisgestaltung, Ihre Zielgruppe und auch Ihre Fachkompetenz. Vermeiden Sie deshalb ein einfaches Auslegen einiger Produkte. Überlegen Sie sich eine gute Schnittmenge Ihrer Ware, die Sie perfekt repräsentiert. Eine besonders wichtige Deko-Regel für Kosmetikstudios, die jedoch in jeder Branche beachtet erden sollte: im Schaufenster muss alles sauber und glänzend im Licht erstrahlen, da ein gepflegtes Studio die Qualität der Dienstleitung widerspiegelt.

2. Schaufenstergestaltung mit Licht

Verwenden Sie zur Beleuchtung Reflektoren, die in die Breite strahlen, und heben sie einzelne Produkte und besondere Eye-Catcher durch Spots hervor. Achten Sie auf warmes Licht, das Stimmung und Emotionen bei Ihren Kunden erzeugt. Das ist besonders in der kalten Jahreszeit wichtig. Schalten Sie Ihre Schaufensterbeleuchtung wenn möglich auch tagsüber ein. Mit heutiger LED-Technik verbraucht das inzwischen nicht mehr so viel Strom wie das Beleuchten mit Glühbirnen. Hier erfahren Sie mehr über die Lichtgestaltung in Ihren Geschäftsräumen.

3. Der richtige Aufbau beim Gestalten

Sie haben in jede Himmelsrichtung Möglichkeiten: horizontal mit Tischen oder stoffbezogenen Kartons, vertikal über hintereinander gestellte Elemente und in der Höhe z. B. über Regalelemente. Dekorieren Sie die Höhen und Tiefen über ein Stufensystem und kombinieren Sie dabei in die Breite, beispielsweise über einen Präsentationsbaum. Auch hängende Elemente ergeben ein schönes Gesamtbild, müssen aber zum Thema passen.

4. Wechselspiel der Ideen

Tauschen Sie Ihre Schaufenster-Deko ungefähr alle vier Wochen aus. Beziehen Sie dabei saisonale Anlässe wie Ostern, Schulanfang, Weihnachten usw. ein. Abwechslung erregt auch bei Menschen, die täglich an Ihrem Geschäft vorbeikommen, immer wieder Aufmerksamkeit. Vergleichen Sie Ihre Schaufensterdekoration auch mit anderen Läden und heben sich ab. Besonders große Kaufhäuser sind hier eine gute Inspirationsquelle.

5. Lauf- und Blickrichtung

Platzieren Sie besondere Elemente oder Produkte auf Augenhöhe. Das ist im Durchschnitt eine Höhe von ca. 1,60 m. Denken Sie daran, dass Passanten aktiv an Ihrem Fenster vorbeilaufen, setzen Sie deshalb auf übersichtliche Gestaltung. Hier gilt: weniger ist immer mehr! Die Blickrichtung läuft von links oben nach rechts unten. Beachten Sie das, wenn Sie mit Ihrem Schaufenster eine Geschichte erzählen möchten. Die Blickrichtung der Kunden ist auch wichtig, wenn Sie mit Schrift arbeiten. Hier ist Gedrucktes übrigens Handgeschriebenem vorzuziehen.

6. Preisschilder als Blickfang

Ihr Fenster vermittelt Information und soll Passanten in Kunden verwandeln. Das passiert in der Regel dann, wenn Ihre Deko-Ideen und Produkte einen guten Eindruck hinterlassen. Deshalb sollten die Preisschilder gut sichtbar angebracht und eindeutig zugeordnet werden. Produkte, die sich im Fenster befinden, sollten im Geschäft auch vorrätig und für den Kunden schnell zu finden sein. Es empfiehlt sich hier, die Deko auch im Inneren fortzuführen. Leiten Sie auch im Laden den Kunden von links nach rechts. Neben einem schönen Schaufenster ist auch die Innengestaltung Ihres Geschäftes wichtig. Dazu gehört auch ein Tresen mit einer modernen Kasse,der in das gesamte visuelle Konzept Ihres Ladens passt. Schaufenstergestaltung für Friseure beinhaltet meistens keine Produkte. Im Friseursalon soll das Schaufenster einen gepflegten Eindruck von der Arbeit im Inneren  des Geschäfts vermitteln. Jedoch kann man mit Aktionen oder Preisen für die jeweiligen Schnitte auch gezielt Passanten anlocken.

7. Offene Türen für ein „Herzlich willkommen“

Schwellenangst ist die innere Hemmung dagegen, einen Laden zu betreten. Dem kann man mit Emotionen, zum Beispiel durch eine warme und einladende Beleuchtung, entgegenwirken. Ein Willkommen an der offenen Tür und der ungehinderte Blick in den Laden sind Voraussetzung für eine niedrige Schwellenangst. Denn wenn der Kunde schon außerhalb des Geschäfts sieht, was ihn drinnen erwartet, ist er schneller dazu geneigt auch einzutreten.

8. Führen Sie Tagebuch über Ihr Fenster

Dokumentieren Sie, ob Ihre Fenstergestaltung Einfluss auf die Kundendichte in Ihrem Shop hatte. Sie können Ihre Kunden auch gern fragen, warum sie sich als vorbeilaufende Passanten angesprochen gefühlt haben. Aus den Antworten Ihrer Kunden können Sie Rückschlüsse ziehen und Ihre Dekoration optimieren. Natürlich können Sie auch einen professionellen Dekorateur engagieren oder eine Agentur für visuelles Marketing. Unsere Expertin Julia Greven beantwortet gern Ihre konkreten Fragen.

9. Teure Requisiten müssen nicht sein

Gehen Sie am Wochenende auf Flohmärkte! Hier finden Sie günstig unterschiedlichstes Material für Ihre Dekoration wie zum Beispiel Stoffe, Nostalgisches etc. Lassen Sie sich einfach treiben und inspirieren – sie kommen sicher auf die schönsten Ideen.

10. Auf keinen Fall

Es gibt ein paar Dinge, die jedes Schaufenster ruinieren. Dazu gehören Staub, tote Insekten, dreckige Scheiben, Müll vor dem Fenster oder tote Pflanzen in Ihren Kübeln. Nehmen Sie sich deshalb morgens und abends eine Minute Zeit und schauen Sie nach, ob alles in bester Ordnung ist.

Und in der Weihnachtszeit?

Vermeiden Sie unbedingt die totale Weihnachtsüberfüllung. Denken Sie sich ein passendes festliche Thema aus, wie Schnee, Geschenke oder die Weihnachtsgeschichte, und bleiben Sie im Rahmen eines Konzepts. Seien Sie ein bisschen anders als die Anderen. Überzeugen Sie mit Kreativität und Witz, beispielsweise durch ein Preisausschreiben mit der Rätsellösung, die man im Schaufenster suchen muss, oder komplett vereisten Scheiben und nur ein paar Gucklöchern. Wenn Sie sich gerne an Handarbeit versuchen, nutzen Sie das umfangreiche Angebot an DIY-Anleitungen.

Abschließen haben wir noch einen Schaufenstergestaltungs-Tipp für Sie: Bewegliche Elemente, wie Eisenbahnen, oder sprudelnde Wassersäulen oder Monitore mit Bewegtbild gehen immer. Da bleiben jung und alt gern ein paar Minuten stehen. Auch wenn Sie kein Spielzeug in Ihrem Sortiment haben, könnte der Zug Produkte aus Ihrem Geschäft transportieren. Als Dekoration und für die persönliche Note ist Spielzeug immer eine gute Wahl. Machen Sie den Point of Sale zu einem Erlebnis, dekorieren Sie nach Herzenslust und lassen Sie das Erlebnis am Fenster beginnen.

Wir wünschen Ihnen, dass sich viele Leute Ihre Nasen an Ihrem Fenster platt drücken!

 

Quelle: http://www.ub.uni-koeln.de/ssg-bwl/archiv/ha/fuha/dienstleistung/schaufenster_kunden.pdf

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