Einfach durchstarten: den eigenen Friseursalon ohne Meisterbrief eröffnen

 

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Den eigenen Friseursalon eröffnen und einfach drauflos frisieren, welcher Friseur möchte das nicht. Die Arbeitsbedingungen sind meist attraktiver, man ist sein eigener Chef und Sie begrüßen Ihre eigenen Kunden. Wir zeigen Ihnen wie Sie Ihren Traum vom Friseursalon realisieren.

Die Existenzgründung wirft zunächst ein paar Fragen auf. Welche Voraussetzungen muss ich mitbringen? Wie melde ich mein Gewerbe an und worauf muss ich als selbstständiger Friseur achten? Nicht zuletzt stellt sich die Frage, ob eine Meisterpflicht für das Friseurhandwerk zwingend besteht.

Es sei dahingestellt, ob Friseurmeister bessere Friseure sind. Unter bestimmten Voraussetzungen ist es möglich einen Friseursalon, auch ohne Meisterbrief zu eröffnen. Wie das geht erfahren Sie hier.


Wofür brauche ich einen Meisterbrief?

Es besteht im Friseurhandwerk in der Regel die Meisterpflicht, um sich als Friseur selbstständig zu machen. Als Handwerksmeister darf man seinen Beruf selbstständig ausüben, ein Unternehmen eröffnen und Auszubildende einstellen. Der Meisterbrief dient hier als Nachweis für das Bestehen der Meisterprüfung. Außerdem verfügt man über fachtechnische Kenntnisse und kaufmännisch-betriebswirtschaftliches Wissen in seinem Handwerk. Zudem wird einem die Eröffnung des eigenen Friseursalons als Meister erleichtert.

Es gibt aber auch Ausnahmen für eine Selbstständigkeit mit eigenem Friseursalon.

Wie kann ich meinen Salon ohne Meisterbrief eröffnen?

Sie haben als Friseurgeselle jahrelang Ihr Handwerk ausgeübt und sehr gute fachliche Kenntnisse erworben? Dann können Sie eine Ausübungsberechtigung, gemäß §7 HwO, bei der Handwerkskammer beantragen.

Anders sieht es mit einem speziellen Konzept aus. Dann könnten Sie eine Ausnahmebewilligung, gemäß §8 HwO, erhalten. Wenn diese Ausnahmen nicht zutreffen, gibt es noch eine weitere Möglichkeit das Gewerbe ohne Meistertitel zu eröffnen. Stellen Sie einen Friseurmeister als Betriebsleiter des Friseurladens ein.

Das klingt zunächst einmal relativ einfach, aber die Voraussetzungen werden von der zuständigen Handwerkskammer genau geprüft. Ob eine der Ausnahmen genehmigt wird, kann letztlich nur der Sachbearbeiter der Handwerkskammer entscheiden. Es ist aber auf jeden Fall einen Versuch wert.

Ohne Meistertitel mit der Ausübungsberechtigung selbstständig werden

Möchte man eine Ausübungsberechtigung erhalten, reicht es, wenn die Gesellenprüfung bestanden wurde und mindestens sechs Jahre Berufserfahrung nachgewiesen werden. Hinzu kommt, dass vier Jahre davon in einer leitenden Position ausgeübt wurden und man über kaufmännische, rechtliche und betriebswirtschaftliche Kenntnisse verfügt.

Die erforderlichen Kenntnisse müssen unter Umständen durch den Besuch von Fachlehrgängen erworben und von der Handwerkskammer geprüft werden. Dadurch können Kosten entstehen die schnell 1000 € erreichen. Es ist wichtig sich früh genug zu informieren, um besser kalkulieren zu können.

Mit viel Erfahrung im Beruf kann man bereits als Geselle die Wünsche der Kunden im eigenen Friseurladen erfüllen.

Mit viel Erfahrung im Beruf kann man bereits als Geselle die Wünsche der Kunden im eigenen Friseurladen erfüllen.

Es gibt noch eine Möglichkeit den Friseursalon, ohne Meisterbrief, zu eröffnen. Stellen Sie einen Meister als fachlich-technischen Betriebsleiter in Vollzeit ein, wobei auch ein entsprechend hohes Gehalt gezahlt werden muss. Interessant ist hier auch eine Einsicht in die Handwerksordnung für detaillierte Informationen.


Mit besonderem Konzept in die Selbstständigkeit

Haben Sie ein besonderes Konzept und möchten eine spezielle Tätigkeit in Ihrem eigenen Salon ausüben? Oder möchten Sie als mobile Friseurin zum Kunden fahren?Mit der Ausnahmebewilligung können Sie auch ohne Meister selbstständig Ihr Friseurhandwerk ausüben. Es dürfen aber nur einfache Tätigkeiten und keine wesentlichen Friseurtätigkeiten sein. Was heißt das? Die Fertigkeiten sind in einem Zeitraum von bis zu drei Monaten erlernbar. Außerdem handelt es sich nicht um Fähigkeiten und Kenntnisse die ein wesentlicher Teil der Friseurausbildung sind.

Um Missverständnisse zu vermeiden, ist es zu empfehlen bei der zuständigen Handwerkskammer persönlich nachzufragen. Bei einer sehr speziellen Tätigkeit kann man vorab schon Punkte auflisten die den Unterschied zu einem traditionellen Friseursalon erklären. Einfache Friseurleistungen in einem Kosmetiksalon oder ein Frisurenservice als Angebot in Ihrem Beautysalon wären beispielsweise Variationen für eine Ausnahmebewilligung.


Ohne Meister als Herrenfriseur oder mobiler Friseur selbstständig 

Wenn Sie einen Salon als Herrenfriseur eröffnen, erteilen manche Handwerkskammern unter bestimmten Voraussetzungen auch eine Ausnahmebewilligung. Nur bestimmte Leistungen wie Haare waschen, schneiden, föhnen, auch für Kinder und Frauen, sowie Bartrasuren sind als Angebot erlaubt. Das Haare färben mit Chemikalien wäre beispielsweise nicht erlaubt.

Grooming of real man. Side view of young man sitting in chair at barbershop. The hairdresser throws a cloak over the client. Preparing for a haircut. Underground. Grunge style with a little noise.

Besonders speziell wird die Arbeit als mobiler Friseur. In diesem Fall können Sie ohne Meistertitel mit der Ausnahmebewilligung oder Ausübungsberechtigung Ihre Dienstleistung beim Kunden zu Hause anbieten. Dazu müssen Sie ein Reisegewerbe anmelden. Doch mit diesem Gewerbe dürfen Sie nicht einfach Werbung machen. Um potenzielle Kunden zu erreichen, dürfen Sie nur Ihr Image und allgemeine Leistungen bewerben. Auch hier gilt: Fragen Sie bei Ihrer Handwerkskammer genauer nach.

Mit Ihrem Friseursalon in die Selbstständigkeit

Nun steht der Existenzgründung nichts mehr im Weg. Um sich mit Ihrem Friseursalon selbstständig zu machen, müssen Sie folgende Punkte beachten:

  •       Meisterbrief oder die Ausnahme
  •       Das Gewerbe anmelden
  •       Melden Sie sich beim Finanzamt
  •       Der Eintrag bei der Handwerkskammer
  •       Die Anmeldung bei der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege
  •       Schließen Sie alle wichtigen Versicherungen ab
  •        Rücksprache mit der Bauaufsichtsbehörde
  •       Die Mitgliedschaft in einem Bundesverband der Friseurbranche (freiwillig)

Jetzt haben Sie einen Überblick, damit Ihnen der Start in die Selbstständigkeit gelingt und Sie mit Spaß an die Arbeit gehen können. Für die erfolgreiche Eröffnung eines Friseursalons darf natürlich das passende Kassensystem für Friseure nicht fehlen. 

INVENTORUM vereint iPad Kasse, Warenwirtschaft, Buchhaltung, Kundenverwaltung und E-Commerce in einem Kassensystem. Mit diesem System in Ihrem Friseursalon lässt sich viel Zeit sparen und Sie können Ihren Salon einfach managen.

Da bleibt Ihnen als Friseur mehr Zeit um sich auf Ihr Friseurhandwerk zu konzentrieren und sich über zufriedene Kunden zu freuen. Alle Funktionen und Vorteile unseres Kassensystems finden Sie hier oder lassen Sie sich direkt von unseren Experten beraten.


Hinweis: Alle Hinweise in diesem Artikel sind aus frei zugänglichen Quellen zusammengetragen. Inventorum ist keine Rechtsberatung und bietet mit diesem Text auch keine Rechtsberatung zur Geschäftsgründung. Es entsteht kein Anspruch auf rechtliche Korrektheit.

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