Geklaut, verbummelt, kaputt, falsch organisiert – Über Inventurdifferenzen und ihre Ursachen

 

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Bei INVENTORUM wird mit Herz und Seele an dem perfekten Kassensystem gearbeitet. Gründer und Geschäftsführer Christoph Brem und die INVENTORUM Mitarbeiter wissen, worauf es im täglichen Arbeitsleben im Einzelhandel ankommt. Jedes Jahr wertet das EHI Retail Institut in einer Studie die Daten und Hintergründe der Inventurdifferenzen aus. Zuletzt erschien die Studie „Inventurdifferenzen 2014. Daten, Fakten, Hintergründe aus der empirischen Forschung.“ Darin beschäftigt sich das Institut mithilfe einer groß angelegte Befragung mit den Schäden, die z. B. durch Ladendiebstahl entstehen, und Präventionsmaßnahmen gegen Inventurdifferenzen.

Geklaut: Was nicht bei drei auf den Bäumen ist

Es ist wie es ist: Inventurdifferenzen werden zum größten Teil durch Diebstähle verursacht. 2014 beziffern Handelsexperten einen Gesamtverlust durch Inventurdifferenzen für den Einzelhandel mit 3,9 Milliarden Euro, gemessen an den Verkaufspreisen der verlustigen Artikel.

Die Ursachen:

  • 57 % Diebstahl durch Kunden
  • 18 % Diebstahl durch Mitarbeiter
  • 7 % Diebstahl durch Lieferanten und Servicekräfte
  • 18 % organisatoriche Mängel (Erfassungs-, Buchungs- und Bewertungsfehler)
Das heißt, dass über 2 Milliarden Warenverlust durch Ladendiebstähle entsteht, mehr als 900 Millionen Warenverlust durch eigene Mitarbeiter verursacht wird und mehr als 300 Millionen an Warenverlust auf das Konto von Servicekräften und Lieferanten geht. Statistisch übertragen auf alle Bürger der Bundesrepublik müsste laut EHI Retail Institut jeder jährlich Waren im Wert von 26 € klauen, damit diese Summe zusammenkommt.

Was Ladendieben in die Hände spielt

Nährböden für Ladendiebstahl gibt es viele: unübersichtliche Verkaufsflächen, unaufmerksame Mitarbeiter, verlängerte Öffnungszeiten bei gleichzeitigen Personaleinschränkungen – die Liste lässt sich noch weiter fortführen. Doch Prävention und Sicherheitsmaßnahmen kosten eben auch. Durchschnittlich gibt der Handel branchenweit mehr als 0,3 % vom Umsatz für Diebstahlprävention und Sicherheitsmaßnahmen aus. Das sind 1,3 Milliarden Euro für z. B. Kameraüberwachung, Personalschulungen, Testkäufe und Ladendetektive. Zusammen mit der Inventurdifferenz 2014 beträgt die Gesamtaufwendung für Schaden und dessen Vorbeugung rund 5,2 Milliarden Euro.

Maßnahmen zur Senkung der Inventurdifferenzen

Das statistisch gesehen täglich fast 7 Millionen Euro Warenverlust durch Ladendiebstahl entsteht, erfordert Sicherheitsmaßnahmen. Dabei sind Kasse und Verkaufsraum im Fokus. Weitere Diebstahlfelder sind die Lager oder Zwischenlager. Laut EHI Studie gibt es folgende Trends für Maßnahmen gegen Ladendiebstahl: An erster Stelle steht hier Kameraüberwachung, gefolgt von Personalschulungen und Datenauswertung durch Warenwirtschaftssysteme:
  • Kameraüberwachung
  • Personalschulungen (Kassenpersonal, Führungs- und Verkaufskräfte)
  • Datenauswertung durch Warenwirtschaftssysteme, Bondatenanalyse
  • Testkäufe mit Schulungen
  • Warensicherungen
  • Diebstahlhemmende Verkaufsträger
  • Kaufhausdetektive, Doormen
Der ständige Einsatz von vorbeugenden Maßnahmen soll helfen, die Inventurdifferenzen kontinuierlich zu senken. Hier heißt es „am Ball bleiben“: Denn Mitarbeiterschulungen müssen immer wieder aufgefrischt und Sicherheitskonzepte aktualisiert werden.

Was tun gegen die 18 % Inventurdifferenzen durch „organisatorische Mängel“?

Fast ein Fünftel der Inventurdifferenzen sind auf Erfassungs-, Buchungs- und Bewertungsfehler zurückzuführen. Auch hier kann man vorbeugen, z. B. mit dem richtigen Kassensystem. Wir haben mit INVENTORUM ein System entwickelt, dass moderne Kassenfunktionen, Warenwirtschaft, Berichtswesen, Kundendatenbank und Online-Anbindung in eine einzige Verwaltung zusammenführt und jederzeit den vollen Überblick ermöglicht. Für die aufwendige Inventur haben wir übrigens auch etwas: die INVENTORUM Inventur-Funktion. Sie minimiert einen Großteil des Arbeitsaufwands – nur zählen muss man dann noch selbst!

Quelle: Inventurdifferenzen 2014 – Daten, Fakten, Hintergründe aus der empirischen Forschung des EHI Retail Institute GmbH

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