Wie erstelle ich einen Businessplan für mein Geschäft? Die 9 wichtigsten Kernelemente

 

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In einem Businessplan hält man u.a. fest, wie das Geschäft auszusehen hat, was es besonders macht, mit welcher Konkurrenz man sich konfrontiert sehen muss, welche Marketingmöglichkeiten man hat und wie sich das Ganze finanziert. Eine ganze Menge Input, den man nicht mal so auf die Schnelle zu Papier bringt ‒ doch die Arbeit zahlt sich aus! Wir wappnen Sie in Sachen Businessplanung!

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser: Warum und für wen Sie einen Businessplan erstellen?

Für mich und mein Geschäftsumfeld

​Einen Businessplan erstellen Sie in erster Linie für sich selbst, denn so oder so ist es nicht nur hilfreich, sondern schlichtweg erforderlich, seine Idee einmal deutlich, umfassend und verständlich darzulegen und seine Gedanken zu strukturieren. Mit einem Businessplan haben Sie ein sinndienliches Analyseinstrument zur Hand, das natürlich auch hinsichtlich einer übersichtlichen Darstellung für das Umfeld des Geschäftslebens unabdingbar ist. Ein Businessplan bringt bevorstehende Chancen und Risiken zu Papier und ist notwendig, um im Fall der Fälle die Kapitalgeber zu überzeugen. Und nicht zuletzt eignet sich solch ein Businessplan dafür, Lieferanten oder andere Kooperationspartner von sich und seinem Geschäft zu überzeugen.

Machbarkeitsstudie

Bereits in der Phase der Ideenentwicklung und Konzeptionierung hilft Ihnen ein Businessplan, auf Grund der detaillierten Auseinandersetzung, Erfolgschancen und Machbarkeit realistisch einschätzen bzw. überdenken und auch Dritte mit in Ihre Überlegungen darüber einbeziehen zu können.

Steter Begleiter

Ein Businessplan ist nicht dazu gedacht, dass Sie ihn nach Erstellung und Realisierung wieder ad acta legen: Sie können ihn immer wieder zur Hand nehmen, um den Fortlauf der gesetzten Ziele kontrollieren und sich selbst überprüfen zu können. Nicht zuletzt ist er ein guter ökonomischer „Begleiter”, der stets für Klarheit bei den Geschäftszahlen sorgt.

Wie erstelle ich einen Businessplan?

Auch wenn selbstverständlich ‒ sei diese prioritäre Bedingung vorangestellt: Gehen Sie gewissenhaft und strukturiert vor und führen Sie sich stets vor Augen, dass es hierbei um die Marschroute Ihrer unternehmerischen Zukunft geht.

Heutzutage gibt es allgemeingültige Vorgaben, an denen man sich beim Aufbau seines Businessplans orientieren kann. Natürlich ist kein allgemeingültiger Weg der Kardinalweg, denn jedes Geschäft hat seine individuellen Ansprüche und somit sollte Ihr Businessplan auch Ihr individuelles Konzept Ihrer Existenzgründung reflektieren. Dennoch gibt es zentrale Punkte, die in keinem Businessplan fehlen dürfen!

 

Die 9 wichtigsten Kernelemente 

Zusammenfassung

 

Ähnlich wie bei Hausarbeiten bringt man hier die entscheidenden Ergebnisse seines Businessplans auf maximal zwei Seiten auf den Punkt. Auf diese Zusammenfassung, auch Executive Summary genannt, sollte besonderes Augenmerk gelegt werden, denn dieser, am kürzesten ausfallende Teil eines Businessplans, wird meist von externen Entscheidern am ehesten unter die Lupe genommen, da die Zeit oft knapp bemessen ist und hier die wichtigsten Fakten vorab gebündelt präsentiert werden (sollten).

 Idee und Zielsetzung

 

Schildern Sie hier Ihre Geschäftsidee und das so überzeugend wie möglich, denn sie ist das entscheidende Fundament. Am wichtigsten dabei ist das Alleinstellungsmerkmal. Formulieren Sie im Anschluss Ihre Vision mit Blick auf die Entwicklung in der jeweiligen Branche und setzen Sie konkrete und realistische Ziele fest. Lassen Sie dabei nicht die Risiken aus, denn nur so sind Sie ehrlich zu sich selbst und zeigen externen Gutachtern, dass Sie sich mit allen Aspekten auseinandergesetzt haben.

Produkt und Dienstleistung

 

Was bieten Sie an, was hebt sie von der Konkurrenz ab, wie verhält es sich mit der Produktion bzw. Beschaffung und welche Kapazitäten werden benötigt?

Organisation und Team

 

Hier sammeln sich allgemeine Informationen zum Geschäft, wie Gewerbeanmeldung, Handelsregistereintrag und wie sich der Aufbau und die Personalanforderung gestalten.

Verkauf und Marketing

 

Legen Sie hier Ihre Verkaufsstrategie mit Blick auf Kommunikation-, Preis- und Vertriebsaspekte dar. Und um bekannt zu werden und schnell Zulauf generieren zu können, ist ein wohl überlegter Marketingplan unabdingbar. Hier ist vor allem wichtig, die Zielgruppe im Blick zu haben (lesen Sie dazu bald mehr auf unserem Blog!).

Markt und Konkurrenz

 

Zeigen Sie in diesem Abschnitt anhand einer Marktanalyse, die einer Segmentierung und Berechnung des Marktpotentials bedarf, wer sich für Ihr Produkt/ Ihre Dienstleitung interessiert und damit potentieller Käufer ist. Ein guter Businessplan hat immer die Sicht des Kunden im Blick, nicht die des Gründers. Diese Analyse ist relevant, um einen zusätzlich notwendigen Umsatzplan zu gestalten. Nehmen Sie am Ende dieses Kapitels zusätzlich Bezug auf den relevanten Aspekt der Wettbewerbsverhältnisse.

Rechtlicher Rahmen

 

Sichern Sie sich auch von rechtlicher Seite ab und belegen Sie dies in Ihrem Businessplan, um im Nachhinein für ergänzende Auflagen und Nachrüstungen nicht tief in die Tasche greifen zu müssen. Dürfen Produkte oder die entsprechende Dienstleistung in der Form so angeboten werden? Haben Sie bauliche Vorgaben, auf die Sie Rücksicht nehmen müssen? Wie steht es um den Schutz des Marken- bzw. Geschäftsnamens? etc.

Umsetzung

 

Hier legen Sie auf Basis umsetzbarer Ansprüche fest, wie Sie wann was erreichen wollen. Hierfür relevant und vorbereitend für den Finanzierungsplan ist die Darlegung der Investitionsvorhaben, des geplanten Personals und falls notwendig, die Planung für die Produktion Ihrer zum späteren Verkauf angebotenen Artikel.

Finanzierung 

 

Hier geht es klar ‒ um das Kapital. Wie sieht die Kapitalplanung aus? Welche Investitionen sind notwendig, können Sie diese aus eigener Tasche bestreiten oder sind Sie auf Fremdkapital angewiesen und wie gewichtet sich das Ganze? Des Weiteren ist es notwendig, eine GuV (Gewinn-und Verlustrechnung) aufzuführen (detailliertere Informationen über die GuV finden Sie z.B. hier), sowie darzulegen, wie es um die Liquidität- respektive Zahlungsfähigkeit steht. Wann ist mit ersten Erträgen zu rechnen und wann wäre der Break-Even erreicht? Das macht deutlich, dass jene Planungen und Berechnungen für mehrere Jahre im Voraus zu kalkulieren sind.

Businessplan: Arbeit, die sich auszahlt

Einen Businessplan zu erstellen, ist keine Kleinigkeit, sondern durchaus eine Herausforderung: Sie müssen sich und Ihre Idee gut reflektieren und das Marktumfeld und dessen Entwicklung einschätzen können, ein realistisches Bild von den gegebenen Kapazitäten haben und die Kooperation mit entsprechenden Partnern so präzise wie möglich vorplanen. Das erfordert einiges an Erfahrung und Fachwissen, wofür es wiederum Experten gibt, die Sie dabei unterstützen können, wie z. B. die Handelskammer, der Händlerbund, Ihre Bank, Ihr Steuerberater oder Existenzgründerzentren. Je mehr man auf externe Finanzgeber angewiesen ist, desto eher sollte man Experten zu Rate ziehen.

Einmal aufgestellt, erspart Ihnen der Businessplan viel Chaos, Zeit und Nerven. Überblick und Kontrolle ist Ihnen damit garantiert und im Fall der Fälle auch die notwendige Finanzspritze.

Vielleicht nehmen Sie auch gleich INVENTORUM mit in Ihren Businessplan auf. Mit wenig finanziellen und technischen Aufwand können Sie mit unserem iPad-basierten Kassensystem große Profitabilität erzielen: Kasse, Warenwirtschaft, Buchhaltung und Onlineshop in einer App.

INVENTORUM wünscht allen Neugründern viel Erfolg!

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