IT-Recht 2018 – Das kommt 2018 auf Händler zu

 

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In rasenden Schritten gingen schon die ersten Tage des noch frischen Jahres vorbei und ehe man sich versah, waren auch schon die ersten Rechtsänderungen für 2018 umgesetzt. Wie 2017 wird auch 2018 wieder ein Jahr der Neuerungen und Händler müssen sich neben ihrem eigentlichen Geschäftsfeld mit neuen Gesetzen und Rechtsänderungen auseinandersetzen. Der Ausblick auf 2018 soll einen schnellen Überblick bieten, was 2018 auf Händler zukommt.  

Verbot von Zahlungsentgelten seit dem 13.01.2018

Die Kosten für bestimmte Zahlungsentgelte sind zwar ein Phänomen des Online-Handels. Dennoch machte der europäische Gesetzgeber einen Rundumschlag. Seit dem 13. Januar 2018 dürfen Unternehmen für die Bezahlung mittels Lastschrift, Banküberweisung und Karte, z.B. Kreditkarte, keine zusätzlichen Gebühren mehr verlangen. Dies gilt für alle Zahlungen eines Verbrauchers, sei es im Ladengeschäft oder im Online-Handel.   In einer zweiten Stufe werden 2019 übrigens noch weitere Änderungen bei der Zahlung hinzukommen. So sollen neue Authentifizierungs-Anforderungen eingeführt werden, die Zahlungen nicht mehr nur über einen Parameter, z.B. die Pin, sondern noch über einen weiteren Weg, z.B. einen Fingerabdruck, autorisieren sollen. Für den stationären Handel müssen wohl neue Software und mehr Zeit an der Kasse eingeplant werden.  

Neuer Datenschutz ab dem 25.05.2018

Die größte Änderung kommt Mitte des Jahres auf Händler zu. Eine neue Datenschutzgrundverordnung (kurz: DSGVO) ist ausnahmslos für alle Unternehmen gültig, die mit personenbezogenen Daten von EU-Bürgern arbeiten, also auch für stationäre und Online-Händler. Es reicht also bereits das Anlegen einer Kundendatei, um unter die neue DSGVO zu fallen. Da sie den Schutz von Daten erfasst, ist sie auch im B2B-Bereich anwendbar. Auch wenn die DSGVO erst am 25.05.2018 in Kraft tritt: Es müssen zahlreiche Maßnahmen im Unternehmen geändert werden. Stationäre Händler könnten sich ab dem Stichtag erstmals mit Auskunftspflichten gegenüber ihren Kunden konfrontiert sehen. Webseitenbetreiber haben noch jede Menge mehr vorzubereiten, etwa ihre Webseite datenschutzfreundlicher zu gestalten.  

Neue Energielabels ab Herbst 2018

Der Herbst des Jahres wird, nach einer rechtlich gesehen ruhigen Sommerpause, bunt. Die bunten Energielabels auf Elektrogeräten werden bei vielen Haushaltsgeräten überarbeitet und auf eine einheitliche Skala von A bis G angeglichen. Daher sind Händler in diesem Bereich angehalten acht zu geben, wenn die neuen Labels erscheinen und sich frühzeitig darum kümmern. Der stationäre Handel kann die Produkte mit den alten Labels natürlich noch abverkaufen.  

Das Ende des Geoblocking könnte 2018 kommen

Bisher war es für Interessenten nicht immer möglich, ausländische Webseiten zu besuchen oder dort sogar einzukaufen. Dies ist bekannt als das sog. Geoblocking, welches nun europaweit weitestgehend eingedämmt werden soll. Die EU will mit dem Verbot einen grenzüberschreitenden Handel noch weiter vorantreiben. Die Verordnung soll 2018 beschlossen werden und könnte dann sechs Monate nach der Veröffentlichung in Kraft treten. Die rechtliche Absicherung ihres Geschäfts verursacht vielen Händlern einen enormen Mehraufwand. Deshalb sichert der Händlerbund mit verschiedenen Leistungspaketen sowohl Online- als auch lokale Händler ab und steht ihnen bei juristischen Fragen als kompetenter Partner zur Seite.


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